Sonntag, 21. August 2011

Schnee und andere kalte Tatsachen

Während Deutschland einen Comeback Sommer erlebt, friere ich mir hier unten in Neuseeland schön mein Hinterteil ab. Zwar nicht so kalt wie der deutsche Winter, erlebt dieses kleine Land am Ende der Welt jedoch den größten Schneefall seit 85 Jahren. Falls ihr nun denkt, dass während bei euch der Sommer doch einen schönen Ausklang findet, ich hier unten Schneemänner baue und kleine 8 Klässler mit Schneebällen bombardiere, dann liegt ihr allerdings falsch. In Te Puke  schneit es nicht…zumindest nicht für mich. Was für meine Verhältnisse  nur für einen Furz von Schnee reicht oder, um es poetischer auszudrücken, einen kleinen Schimmer am Horizont, ist hier für die Bewohner  der Kleinstadt ein absolutes Highlight. Mal im Ernst: die sind hier deswegen fast ausgerastet. Während ich verzweifelt versuchte den wirklich minimalen Schneefall zu erspähen, schrien und kreischten um mich herum schon andere Schüler wie geil und einfach unglaublich das doch sei. Voller Freude und Enthusiasmus schossen manche Neuseeländer dann Fotos von dem winzigen Schneegeriesel…und manche Europäer Fotos von den völlig aufgedrehten Neuseeländern :). Aber es gibt eine noch wesentlich kältere Sache als den Schnee, etwas so kaltes das mir nur schon er Gedanke daran das Blut in den Adern gefrieren lässt. Doch um zu verstehen warum braucht es etwas Vorwissen. Wie die meisten von euch wissen (oder jetzt wissen werden) bin ich hier im neuseeländischen Halbjahr eingestiegen, das heißt logischerweise das mir 50% Prozent des gelehrten Stoffes fehlen (man ich werde hier unten echt besser in Mathe :D). Da ich mich aber komischer weise dazu zu entschlossen habe NCEA zu machen, muss ich wie jeder andere am Ende des Jahres die Klausuren schreiben. Eine Vorstellung die mich jetzt schon erschaudern lässt. Aber es ist nicht ganz so fatal wie es sich anhört, da man die Examen über ein bestimmtes Thema schreibt, welches man sich aussuchen kann. Damit heißt es jetzt für mich in der Schule aufpassen…leider. Aber da mich die Vorstellung der bevor stehenden Tests nur metaphorisch erschaudern lässt, nun zu etwas wo ich mir wirklich den Arsch abgefrorenen habe. Müsste ich dieses Ereignis in 5 Worten beschreiben, dann wären diese: Kälte, Matsch und sechs verdammte Kilometer (Das „und“ zählt nicht als Wort :D) Das alles Stand mir am Samstagmorgen beim „Fun“ Run bevor. Und Fun wird hier anders definiert. Das habe ich spätestens gemerkt als ich Knie tief in einer matschigen Pampe zusammen mit anderen schwitzenden Läufern stand. Ich bin gerannt, gesprungen, gekrochen, geklettert und nach einer halben Ewigkeit war ich dann verdreckt endlich am Ziel angekommen :) und das sogar schneller als meine eigene Gastfamilie. Und das schönste war dann der heiße Whirlpool am Ende :D Da waren dann auch alle Qualen des Laufens vergessen und zurückblickend hat das verrückte Spektakel auch viel Spaß gemacht…wirklich…so unwahrscheinlich es auch klingt. Allgemein hab ich sehr viel Spaß hier unten. Ich denke ich habe nun die Schüchternheit der ersten Wochen abgelegt und habe dieses kleine (momentan aber sehr kalte) Paradies als meine Heimat anerkannt :). Es lebt sich hier wirklich fast wie Zuhause mit der Familie, der Umgebung und den Freunden. Aber dennoch habe ich Momente in denen mir die kleinsten, so unbedeutend sie mir auch in Deutschland noch erschienen, Dinge fehlen. Aber mit allem was ich ihr unten gefunden habe, seien es Erlebnisse, denke ich, dass ich mit der Entscheidung ans andere Ende der Welt zu gehen, mehr als richtig lag :) 
Der Mufti Day: Endlich mal anziehen was man wollte :) oder sich International nach seinem Heimatland kleiden
Dreck. So viel Dreck


2 Kommentare:

  1. Na Leon :)
    Naja bei uns hat es sich jetzt ausgeschwitzt!
    Heute war ein riesiges Gewitter bei uns :o

    <33


    http://summer-girls-live.blogspot.com/

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  2. ja hab schon davon gehört :o
    Das Wetter wird hier zum Glück langsam etwas wärmer <3 :D

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